Heimatverein Einen-Müssingen e. V.

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Der Heimatverein Einen-Müssingen wurde am 1. Februar 1972 gegründet. Unter Mitwirkung des Pfarrers Aloys Terodde und des Bürgermeisters Heinrich Hülsmann gründeten 115 Bürger auf einer Bürgerversammlung denGartenbauverein Einen.

Der gewählte Vorstand bestand aus dem Vorsitzenden: Anton Overlöper, dem Schriftführer; Klemens Lütke Zutelgte und dem Kassierer; Theo Löckmann.

In einer Anwesenheitsliste erklärten 27 Bürger dem neu gegründeten Verein als Mitglieder beizutreten. Der Landesverband der Gartenbauvereine Westfalen – Lippe Obst- und Gemüsebauverein e.V. seit 1889 in Burgsteinfurt, hat mit Schreiben vom 08. Februar 1972 die Gründung des Gartenbauverein Einen zum 01. Februar 1972 bestätigt.

In der ersten Sitzung nach der Gründung gab sich der junge Verein den Namen: „Verein für Heimatpflege und Ortsverschönerung Einen“. Die 38 Vereinsmitglieder erklärten sich Ende 1972 bereit, am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ teilzunehmen.

Die ersten Gedanken des jungen Vereines galten der Ortsverschönerung, insbesondere die Begrünung der Vorgärten an der Bartholomäusstraße, die Begrünung des neu errichteten Schulpavillions und die Anlage eines Bolzplatzes.

In der Jahreshauptversammlung  am 18. Januar 1977 beschlossen die Mitglieder, die Umbenennung des Vereins „Verein für Heimatpflege und Ortsverschönerung Einen“,  zum neuen Vereinsnamen "Heimatverein Einen – Müssingen“. 

Dem Verein standen als Vorstand vor;  1. Vorsitzender: Anton Overlöper; 2. Vorsitzende: Christa Hinkelmann; Kassiererin: Regina Kötter; Schriftführer: Clemens Lütke-Zutelgte; Beisitzer: Bernhard Schlieper.

Noch heute gehören wir, neben dem Kreisheimatverein Beckum-Warendorf  als „Dachorganisation“ der Heimatvereine, auch dem Landesverband Gartenbauvereine in Steinfurt an.

In der Mitgliederversammlung am 6. Juni 1984 wurde eine Satzungsänderung beschlossen. Einige § der bisherigen Satzung wurden dahingehend geändert, das der Verein als steuerbegünstigter Verein beim FA anerkannt wurde.

Gründungsmitglied Anton Overlöper trat nach über 20 jähriger Amtszeit als Vorsitzender im Jahre 1993 zurück, er wurde Ehrenvorsitzender und gehört noch heute dem Vorstand an. Auf der Jahreshauptversammlung im März 1993 wurde Bernhard Schlieper zum ersten Vorsitzenden gewählt.

In der Mitgliederversammlung am 9. März 1994 wurde beschlossen, den Verein in einen  eingetragenen Verein umzuwandeln. Der Verein führt den Namen Heimatverein Einen – Müssingen e. V. und hat seinen Sitz in Einen. Der Verein wird im Vereinsregister beim Amtsgericht Warendorf unter der Nummer 742, eingetragen am 18. Mai 1994, geführt

Am 22. Januar 2002 wurde das Dorfmarketing als Abteilung im Heimatverein gegründet. Auf Grund der vielschichtigen Aufgaben wurde im Jahr 2008 der Verein Dorfmarketing als eigenständiger Verein gegründet. Der Heimatverein ist wie weitere Vereine aus Einen-Müssingen Mitglied im Dorfmarketing e.V.

Im März 2005 wurde Hubert Kleinschnitker zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Bernhard Schlieper, zwölf Jahre 1. Vorsitzender,  tritt zurück und ist als Beisitzer weiterhin im Vorstand aktiv.

 

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Chronik  1972 bis 1990

Die ersten Gedanken des Heimatvereins galten der Ortsverschönerung, insbesondere die Begrünung der Vorgärten an der Bartholomäusstraße, die Begrünung des neu errichteten Schulpavillions und die Anlage eines Bolzplatzes

Das erste Heimatfest wurde, mit allen anderen Vereinen des Dorfes, zur Förderung der Belange des Heimatvereins, 1976 durchgeführt. Nach Fertigstellung des Pfarrzentrums 1983 wurde das alljährlich stattfindende Heimatfest als Pfarrfamilienfest durchgeführt. Alle Vereine wirken auch weiterhin mit.

In den 70er Jahren wurden Maßnahmen, wie der Bau von Nistkästen, die Anlage von 
Kinderspielplätzen in Neubaugebieten, das Aufstellen von Sitzbänken, die Anbringung von Weihnachtsbeleuchtung, die Anschaffung von Schaukästen für die Bekanntmachung aller Vereine, durchgeführt und unterstützt.

Um weitere Bürger zur Dorfverschönerung zu motivieren, wurden Balkon- und Vorgartenwettbewerbe durchgeführt.

Nach Fertigstellung der neuen Kirche und des Pfarrzentrums im Jahre 1983, wurden die Anlagen am Dorf- und Kirchplatz, in Zusammenarbeit mit dem Kirchenvorstand und dem Pfarrgemeinderat, erstellt. Die Pflasterarbeiten der Gehwege, und die Neuanlage von Beeten beliefen sich auf rund 2000 freiwillige Arbeitsstunden.

Auf dem Bolzplatz wurde eine Seilbahn gebaut und verschiedene Spielgeräte aufgestellt, die Sitzecke am Mühlstein wurde neu gestaltet.

Beim Wettbewerb “Unser Dorf soll schöner werden“ wird Einen 1986 erstmals Golddorf im Kreis Warendorf.

Mit der Grundschule zusammen, wurde ein Schullehrgarten und ein Lehrteich angelegt. 1987 wurde der Garten als Westf. Bauerngarten umgestaltet. Die weiteren Pflegemaßnahmen dieser Anlagen obliegen den Grundschülern mit Ihren Lehrern.

In den Jahren 1987 bis 1990 lag der Schwerpunkt der Vereinsarbeit im Bereich des Naturschutzes. In der "Lindheide“ wurden sechs alte Rötekuhlen renaturiert, im Waldgebiet “Lonn“ wurden 32 alte Hanfteichanlagen von Hand ausgehoben und entschlammt. Der Holzbestand wurde um diese Biotope herum reduziert, insgesamt fielen rund 500 Arbeitsstunden an. Weitere fünf Biotope, in der Größe von 150 bis 300 qm wurden im Außenbereich von Einen und Müssingen renaturiert bzw. neu erstellt, so das wir jetzt über einen
Biotopverbund verfügen.
Diese ökologischen Maßnahmen wurden von der Stadt Warendorf und von den
Landschaftsbehörden des Kreises und des Landes NRW finanziell unterstützt, die Flächen wurden von den Eigentümern kostenlos zur Verfügung gestellt.

Drei Buswartehäuschen, aus Eichenfachwerk und Klinkerstein, wurden mit finanzieller Unterstützung der Stadt Warendorf und mit Beteiligung von Nachbargemeinschaften (500 Arbeitsstunden) erstellt.

In das laufende Jahresprogramm des Heimatvereines wurden eine Winterwanderung, eine Fahrrad-Tagestour und der Besuch eines plattdeutschen Theaterstücks in Nienberge aufgenommen.

Im Frühjahr 1990 wurde ein alter Schafstall, von der Familie Schulze Osthoff gestiftet, abgebaut und zur weiteren Verarbeitung gelagert.
Mit finanzieller Unterstützung des Amtes für Agrarordnung und der Stadt Warendorf wurde das aus dem 18. Jahrhundert stammende Bauwerk, von Juli 1990 bis zum Januar 1991 in der Emsaue wiederaufgebaut. Der Schafstall besteht aus einem Eichenfachwerk mit Haselnussflechtwerk, einer Lehm-Sand-Strohmischung als Ausfachung, einem Kalkanstrich und als Abdeckung Hohlziegel mit Strohdocken.
Insgesamt wurden gut 1000 Arbeitsstunden vom Heimatverein am Wiederaufbau des Stalles geleistet.
Besonders wurden bei der Lehmverarbeitung die Kinder der Grundschule beteiligt, um Ihnen Einblick in alte Bautechniken zu geben.

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Chronik 1991 bis 1999

Landschaftspark “Emsaue“
(eine ca. 10 ha große Fläche, unterhalb des Dorfes an der Ems)
Zur Vervollständigung des Naturparks Emsaue wurde im Februar 1991 noch ein Wildbienenstand errichtet, eine Obstwiese und eine Hainbuchenhecke gepflanzt. Eine Trockenmauer aus landschaftsüblichen Natursteinen wurde ohne Bindemittel ca. 1,50 Meter hoch erstellt, sie dient als Abgrenzung zur Schafsweidefläche.
Zum Schafstall und der Schafswiese ist noch ein kleiner Ententeich erstellt worden. Im März 1991 wurden 2000 Bäume und Sträucher im Naturpark entlang der Emsufer gepflanzt. Der markierte Wanderweg wurde, von der Ems am Schafstall entlang, verlegt.
1991 bekamen wir den Umweltpreis des Kreises Warendorf verliehen.
Die Vergabe-Jury würdigte das Engagement und die Eigeninitiative mit der Schaffung des Landschaftsparks Emsaue und der Anlage von Biotopen.

Heimathaus
Im Frühjahr 1989 spendete die Familie Schröer dem Heimatverein ein altes Backhaus (Baujahr 1840). Aus wirtschaftlichen Gründen konnte das Gebäude auf dem Hof in Einen nicht mehr genutzt werden.
Mit finanzieller Unterstützung der NRW-Stiftung, der Stadt Warendorf und des Amtes für Agrarordnung wurde das Backhaus als heimatliche Begegnungsstätte im Zentrum, als Abschluss des Dorf- und Kirchplatz, wiederaufgebaut.
Rund 6000 freiwillige Arbeitsstunden vieler Einener und Müssinger Bürger wurden, vom Baubeginn im Sommer 1991 bis zur Fertigstellung Anfang 1993, geleistet.
Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich ein privat geführtes Cafe, (geöffnet Samstag und Sonntag) “Altes Backhaus“ und im Obergeschoss ist Platz für eine feste Ausstellung “Landwirtschaftliche Geräte“ und für wechselnde Ausstellungen.


Die Organisation zum Wettbewerb “Unser Dorf soll schöner werden“ übernahm im Dorf Einen der Heimatverein, alle übrigen Vereine und Bürger unterstützten die Aktivitäten zum Wettbewerb, und nahmen Teil bei den jeweiligen Begehungen der Kommissionen.
Folgende Auszeichnungen wurden erreicht:

1986,1988, 1990,1992          Golddorf im Kreis Warendorf
1989,1991                             Silberdorf in Nordrhein-Westfalen
1991                                      Umweltsonderpreis der NRW-Stiftung
1993                                      Golddorf in Nordrhein-Westfalen
1993                                      Bundesgolddorf


Der gebürtige Einener Prof. Dr. Alois Schröer, der die Geschichte von Einen in seinem Buch “Werdegang und Schicksale eines westfälischen Bauerndorfes“ sorgfältig bearbeitet hat, erwähnt auch die Beschnadung zwischen dem Gogericht Telgte und den Kirchspielen Milte und Einen von 1592.
Zum 400. Jahrestag führte der Heimatverein am 27 Sept. 1992 den Schnadgang, an der westlichen Grenze mit Telgte, durch.

Mit der 450 Seelen-Gemeinde Criewen an der Oder im Bundesland Brandenburg haben wir seit 1992 einen freundschaftlichen Kontakt.
Wir haben Unterstützung für die Gründung des Dorfgemeinschaftsvereins gegeben und Unterstützung bei der Planung einer Bürgerbegegnungsstätte (Heimathaus) gegeben.
1994 haben 18 Radler aus Einen und Müssingen unsere Freunde an der Oder besucht. (600-km-Tour)

Eine weitere größere Radtour ist 1996 durchgeführt worden.
18 Radler fuhren von Einen aus zur Insel Mainau (902 km) und besuchten die Gräfin Sonja Bernadotte, Vorsitzende der Bundesbewertungskommission. Bei schönstem Sommerwetter erreichten alle Teilnehmer nach 9 Tagen und 900 km, gesund und munter die schöne Insel im Bodensee.
Ein schöner Empfang der Criewener auf der Insel, eine fachkundige Führung durch die Deutsche Gartenbaugesellschaft und eine Silberdorfbesichtigung rundeten die zwölf Tage Erlebnisurlaub durch Deutschland ab.

Zu den schon bekannten Aktivitäten unseres Vereines sind noch die Sauerkraut-Herstellung, das Brot backen im Steinofen und Baumschnitt-Kurse hinzugekommen.
Tanzkurse wurden angeboten und eine Tanzgruppe wurde gegründet.

Ein neues Buswartehäuschen in Müssingen ist zusammen mit der Kreishandwerkerschaft erstellt worden und verschiedene Ausstellungen im Heimathaus wurden organisiert.

Im Jubiläumsjahr 1997 wurden unsere Vereinsmitglieder Theo Löckmann und Anton Overlöper, für Ihre langjährigen Verdienste in Einen und Müssingen, mit demBundesverdienstkreuz am Bande geehrt.

Mit dem Heimatverein Milte begehen wir 1998 gemeinsam die Grenze und pflanzen eine Eiche. Verschiedene Informationen zur Grenzlage werden den Teilnehmer beim gemütlichen Abschluss vermittelt.

Das selbstgebackene Brot aus dem Steinofen des Heimathauses wurde auf dem Parkfest in Criewen verkauft, der Erlös blieb im Partnerdorf.

Vom Amt für Denkmalpflege gibt es 1999 eine Präsentation von Gegenständen einer Grabungsstelle in Einen  mit dem Nachweis „2000 Jahre Leben in Einen“.

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Chronik 2000 bis 2009 (noch in Arbeit)


Am 30. April 2000 fand eine Demonstration zum Bau eines Radweges zwischen den beiden Ortsteilen Einen und Müssingen statt. Mehrere Hundert Bürger fuhren mit dem Rad und mit Einrädern von der Schule in Einen zur Abschlusskundgebung nach Müssingen, dort sind einige Politiker vor Ort und nehmen Stellung zu den Planungen.

Eine mehrtägige Fahrt führt im Jahr 2000 nach Naumburg an die Saale und im Jahr 2001 besuchten wir die Bundesgartenschau in Potsdam.
 

Der Heimatverein ist seit März 2001 im Internet vertreten: www.einen-muessingen.de
Alle anderen Vereine der beiden Ortsteile sind von dieser Seite aus zu erreichen.


Im Januar 2002 findet die Gründungsversammlung des Dorfmarketing statt.