Die Gründung der Schützenbruderschaft St. Georg Müssingen

Die Schützenbruderschaft kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Seit ihrer Gründung ist einiges passiert. Hier erhalten Sie einen Überblick über die Bruderschaft und ihre Entstehung.

Das Ehrenmal der Bruderschaft

Das Ehrenmal der Bruderschaft

Wann und wie ist die St.Georg-Bruderschaft entstanden?
Vor fast 50 Jahren bestand Müssingen aus der Bauerschaft Müssingen, die zur Gemeinde Everswinkel gehörte und sich nördlich und südlich der Bundesstraße 64 erstreckte sowie aus dem im Entstehen begriffenen Siedlungsgebiet „Einsche Brinke“.  Am 20.5.1962 trafen sich einige Müssinger Bürger aus der Bauerschaft und aus der „Einschen Brinke“ um einen Schützenverein zu gründen. Dieser Verein sollte – wie jeder andere Schützenverein auch – der Geselligkeit im Ort dienen. Darüber hinaus bestand aber auch der Anspruch, in Müssingen eine Klammer zwischen den Bauern, den „Alteingesessenen“ Siedlern und den Neubürgern zu bilden, die Gemeinschaft in Müssingen zu pflegen und auch soziale Verantwortung zu übernehmen. Deshalb wurde der Verein auch als Bruderschaft gegründet und man schloss sich dem Bund der historischen deutschen Schützenbruderschaften an.

Das Gründungsprotokoll beginnt wie folgt:

Das Wachstum der Bevölkerung in der Bauerschaft führt zwangsläufig auch zu eigenen Vereinsgründungen. So wurde jetzt der Wunsch nach einem eigenen Schützenverein laut. Die Gründungsversammlung fand im Gasthof Wesserterharn-Wilskotten statt. Rund 30 Interessenten waren erschienen. Einstimmig wurde beschlossen, einen Verein zu gründen, der den Namen „Schützenbruderschaft St. Georg Müssingen“ tragen soll.

In der Versammlung wurde dann der erste Vorstand gewählt:
Brudermeister / Vorsitzender: Theo Rottwinkel
Stellvertreter: Bernhard Möllers
Schriftfüherer: Heinz Krüllmann
Kassierer: Wilhelm Niemann
Oberst: Feinrich Fechtelpeter
Die Fahne der Bruderschaft

Die Fahne der Bruderschaft

Zum Vorstand einer Bruderschaft auch ein geistlicher Präses. Kaplan Stratmann von der damals für Müssingen zuständigen St.-Magnus-Pfarre in Everswinkel wirkte bei der Gründung mit und wurde auch zum ersten Präses der Bruderschaft ernannt. Ihren Beitrag für das Gemeindeleben erbrachte die Bruderschaft durch zahlreiche Aktivitäten, von denen wir hier nur die wichtigsten erwähnen möchten: 
Der größte Einsatz fand im Jahre 1971 beim Bau des Kindergartens in Müssingen statt. Hierbei übernahm die Bruderschaft die erforderliche Eigenleistung, ohne die der Kindergarten nicht realisierbar gewesen wäre.

Als die Stadt Warendorf gemeinsam mit dem Sportverein im Jahre 1998 ein neues Sporheim errichten wollte, war die Schützenbruderschaft ebenfalls aktiv dabei. Für den Spielmannszug wurden hier optimale Übungsräume geschaffen und die Schießgruppe erhielt die Möglichkeit, hier einen modernen Luftgewehr-Schießstand zu errichten, der allen Anforderungen gerecht wird. Auch für die Seniorenarbeit wurden die erforderlichen Einrichtungen berücksichtigt.    

Im Jahre 1987 wurde anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Bruderschaft an der Ecke Hermann-Löns-Str./Zum Fensterberg ein Ehrenmal zur Erinnerung an die verstorbenen Schützenschwestern und Schützenbrüder errichtet. Die Stele trägt folgende Inschrift:

WAS WIR SIND, DAS WART IHR
WAS IHR SEID; DAS WERDEN WIR

In jedem Jahr hält der Schützenzug an dieser Stelle inne und gedenkt hier ihrer verstorbenen Mitglieder.