Aktuelle Satzung der Schützenbruderschaft

 

Satzung Download PDF:     Satzung St. Georg Müssingen vom 31.10.2019

 
Schützenbruderschaft St. Georg Müssingen e.V.

Satzung


§ 1 Name und Sitz
Der Verein trägt den Namen: Schützenbruderschaft St. Georg Müssingen e.V. Er ist unter diesem Namen eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts zu Münster unter der Nr. VR 60283 und hat seinen Sitz in Warendorf, Einen-Müssingen.
Die Schützenbruderschaft ist kirchlich verbunden mit der kath. Pfarrei Ss. Bartholomäus und Johannes d. T. Warendorf oder deren Rechtsnachfolgerin.


§ 2 Wesen und Aufgaben
Die Schützenbruderschaft St. Georg Müssingen - im Folgenden „Schützenbruderschaft“ genannt - ist eine Vereinigung von Personen, die sich zu den Grundsätzen und Zielen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. (Vereinsregister Köln VR 4219) bekennen - im Folgenden „Bund“ genannt. Sie ist Mitglied dieses Bundes, dessen Statut in seiner jeweiligen Fassung als verbindlich anerkannt wird. Getreu dem Wahlspruch des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften "für Glaube, Sitte und Heimat" verpflichten sich die Mitglieder der Schützenbruderschaft zu:


1. Bekenntnis des Glaubens durch
a) Eintreten für die katholischen Glaubensgrundsätze und deren Verwirklichung im Geiste der Ökumene,
b) Ausgleich sozialer Unterschiede im Geiste der Brüderlichkeit,
c) Werke christlicher Nächstenliebe.


2. Schutz der Sitte durch
a) Eintreten für christliche Sitte und Kultur im privaten und öffentlichen Leben,
b) Erziehung zu körperlicher und charakterlicher Selbstbeherrschung durch den Schießsport.
3. Liebe zur Heimat und zum Vaterland durch
a) Dienst für das Gemeinwohl aus verantwortungsbewusstem Bürgersinn,
b) tätige Nachbarschaftshilfe,
c) Pflege der geschichtlichen Überlieferung und des althergebrachten Brauchtums, vor allem des dem Schützenwesen eigentümlichen Schießspiels und des historischen Fahnenschwenkens,
d) Pflege der Kontakte zu den europäischen Nachbarvereinigungen der Schützen,
e) Heimatpflege und heimatliches Brauchtum, insbesondere im Ortsteil Einen-Müssingen,
f) Pflege der Spielmanns- und Tambourcorpsmusik.


§ 3 Gemeinnützigkeit
1. Die Schützenbruderschaft mit Sitz in Warendorf, Ortsteil Einen-Müssingen verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung (AO).
2.  Der Zweck des Vereins ist
a) die Förderung des traditionellen Brauchtums.
Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch
  Historisches Schießspiel wie beispielsweise den Vogelschuss,
  Fahnenschwenken,
  Pflege der Spielmanns- u. Tambourcorpsmusik,
  Ausrichtung und Durchführung von traditionellen Brauchtumsveranstaltungen und Festumzügen.
b)  die Förderung des Sports.
     Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch
     die Ausübung des Schießsports. Hierunter fallen die Ausübung und Ausrichtung von Wettkämpfen sowie die Unterhaltung     von Schießstandanlagen,
c) die Förderung kultureller Zwecke.
Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch
 Förderung der Musik wie beispielsweise durch die Veranstaltung von Konzerten, Musikwettstreiten oder der Unterhaltung eigener Musikgruppierungen,
 Durchführung von kulturellen Veranstaltungen im Sinne des § 68 Nr. 7 AO,
 Pflege und Erhaltung von historischen Kulturgegenständen wie beispielsweise Fahnen, Schützensilber, Urkunden und Aufzeichnungen oder sonstige Gegenstände des traditionellen Brauchtums.
d) die Förderung der Heimat.
Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch
 Überlieferung, Pflege und Leben der althergebrachten Traditionen und christlichen Werte, um diese für die nachfolgenden Generationen zu erhalten und diesen Generationen aktiv die Heimat als sozialen Erfahrungs- und Zugehörigkeitsraum mit all ihren geschichtlichen und kulturellen Traditionen zu vermitteln,
 die Unterstützung und Unterhaltung von Museen, von Heimathäusern oder Begegnungsstätten.
e) Förderung der Jugendhilfe.
Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch
 aktive Jugendarbeit in der Form von Freizeitangeboten,
 Durchführung von Jugendbegegnungen,
 Durchführung von Bildungsmaßnahmen zur persönlichen und gesellschaftlichen Weiterentwicklung von Jugendlichen.
f) Förderung kirchlicher Zwecke.
Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch
 Begleitung und Unterstützung von Gottesdiensten und Aktionen wie beispielsweise Fronleichnamsprozessionen, Patenschaften bei Firmungen, zu Erstkommunionen, Herrichtung von Gotteshäusern zu kirchlichen Festen, Hilfe bei kirchlichen Veranstaltungen,
 aktive Teilnahme am Leben in den Pfarren und den Pfarrgremien (z.B. Pfarrgemeinderat, Kirchenvorstand etc.).
3. Die Schützenbruderschaft ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
4. Mittel der Schützenbruderschaft dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Schützenbruderschaft.
5. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
6. Die Bruderschaft darf ihre Mittel teilweise an andere steuerbegünstigte Körperschaften zur Verwendung zu steuerbegünstigten Zwecken weiterleiten.

§ 4 Mitgliedschaft
1. Mitglied können Personen christlicher Konfession werden, die unbescholten sind.
2. Personen, die keiner christlichen Konfession angehören, können im Einzelfall nach einer eingehenden Prüfung gemäß dem Beschluss der Bundesvertreterversammlung des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. vom 12. März 2017, der als Anlage 1 und Bestandteil der Satzung beigefügt ist, aufgenommen werden, sofern sie sich zu den christlichen Zielen der Bruderschaft und des Bundes der historischen Deutschen Schützenbruderschaften glaubhaft bekennen.
3. Alle Personen, die aufgenommen werden wollen, müssen sich auf den Inhalt und die Ziele dieser Satzung verpflichten.
4. Das Gesuch um Aufnahme ist an den Vorstand der Schützenbruderschaft zu richten.
5. Über die Aufnahme entscheidet der gesetzliche Vorstand.


§ 5 Verlust der Mitgliedschaft
1. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Tod oder Ausschluss.
2. Das ausscheidende Mitglied hat auf das Vermögen der Schützenbruderschaft keinen Anspruch. Auch entfällt ein Anspruch auf Auseinandersetzung. Der Beitrag für das laufende Geschäftsjahr ist spätestens beim Ausscheiden zu zahlen.
3. Der Austritt ist nur zum Ende des Geschäftsjahres möglich. Die Austrittserklärung muss gegenüber dem Vorstand schriftlich abgegeben werden.
4. Ein Mitglied kann ausgeschlossen werden, wenn dazu ein wichtiger Grund vorliegt. Ein wichtiger Grund ist insbesondere dann gegeben, wenn das Mitglied das Ansehen und die Interessen der Schützenbruderschaft und des Bundes schädigt, oder wenn es mit der Beitragszahlung verschuldet mehr als ein Jahr im Rückstand ist.
5. Ein Mitglied kann auf Antrag des Vorstandes durch das Ehrengericht ausgeschlossen werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein wichtiger Grund ist insbesondere dann gegeben, wenn das Mitglied das Ansehen und die Interessen der Bruderschaft und des Zentralverbandes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften schädigt, z.B. wenn es mit dem Beitrag mehr als ein Jahr im Rückstand bleibt, oder durch sein Verhalten den Geist der Brüderlichkeit gröblich verletzt.
6. Ausgeschlossene Vorstandsmitglieder scheiden mit der Ausschlussentscheidung aus ihren Ämtern aus.


§ 6 Pflichten und Rechte aus der Mitgliedschaft
1. Jedes Mitglied ist verpflichtet, den von der Mitgliederversammlung festgesetzten Jahresbeitrag zu zahlen und sich an den Veranstaltungen der Schützenbruderschaft zu beteiligen. Aus sozialen Gründen kann ein Mitglied auf Antrag von der Zahlung des Beitrags ganz oder teilweise vom Vorstand befreit werden.
2. Darüber hinaus wird eine Teilnahme an den Veranstaltungen erwartet, die von der Mitgliederversammlung oder vom Vorstand zur Pflicht gemacht wurden. An kirchlichen Veranstaltungen sowie am Begräbnis eines Mitglieds sollen sich alle Mitglieder beteiligen.
3. Jedes Mitglied, das mindestens drei Jahre Mitglied in der Schützenbruderschaft ist und das 21. Lebensjahr vollendet hat, hat in traditioneller Schützenkleidung das Recht auf den Königsschuss. Frühestens nach fünf Jahren darf der Vogelschuss einmalig zur Erringung der Kaiserwürde wiederholt werden.


§ 7 Jungschützen
1. Jugendliche bis zum vollendeten 24. Lebensjahr werden in einer Jungschützenabteilung zusammengefasst.
2. Die Rechte der Schützenjugend ergeben sich soweit die Jugend sich kein eigenes Statut gegeben hat, aus dem Bundesstatut der St. Sebastianus Schützenjugend im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. (BdSJ), sowie dem Statut des jeweiligen Diözesanverbandes des BdSJ.
3. Führungskräfte der Jungschützen können auch über das 24. Lebensjahr hinaus ein Amt in der Jungschützenabteilung ausüben.

§ 8 Ehrenmitglieder
Personen, auch Nichtmitglieder, die sich um die Schützenbruderschaft außergewöhnliche Verdienste erworben haben, können von der Mitgliederversammlung mit 2/3 Stimmenmehrheit zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.


§ 9 Organe der Schützenbruderschaft
Organe der Schützenbruderschaft sind
a) die Mitgliederversammlung,
b) der Vorstand,
c) der erweiterte Vorstand


§ 10 Mitgliederversammlung
1. Jährlich ist eine Mitgliederversammlung einzuberufen.
2. Außerordentliche Mitgliederversammlungen können bei Bedarf einberufen werden. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss einberufen werden, wenn mindestens 10% der Mitglieder dieses unter Angabe der Gründe beim Brudermeister beantragen.
3. Zur Mitgliederversammlung ist mindestens sieben Tage vorher unter Angabe des Tagungsortes und der Tagungsordnung einzuladen. Zu Mitgliederversammlungen mit Wahlen zum Vorstand und zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ist mindestens sieben Tage vorher persönlich einzuladen.
4. Die Mitgliederversammlung wird vom Brudermeister, im Falle seiner Verhinderung von seinem Stellvertreter, einberufen und geleitet.
5. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.
6. Jedes Mitglied hat eine Stimme.
7. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst, wenn die Satzung nichts anderes bestimmt.
8. Abgestimmt wird per Handzeichen. Auf Verlangen eines Mitgliedes ist schriftlich abzustimmen.
9. Anträge und Beschlüsse sind durch den Schriftführer in ein Protokoll einzutragen und vom Brudermeister oder seinem Stellvertreter und dem Schriftführer zu unterzeichnen.


§ 11 Aufgaben der Mitgliederversammlung
Aufgabe der Mitgliederversammlung ist
a) Wahl des Vorstandes und der Kassenprüfer,
b) Wahl des Ehrengerichtes,
c) Entgegennahme der Berichte des Vorstandes und der Kassenprüfer,
d) Entlastung des Vorstandes nach Rechnungslegung,
e) Festsetzung der Mitgliedsbeiträge,
f) Änderung der Satzung.


§ 12 Vorstand
1. Der Vorstand besteht mindestens aus:
a) dem Brudermeister,
b) dem stellvertretenden Brudermeister,
c) dem Kassenwart,
d) dem Schriftführer,
e) dem Schießmeister,
f) dem Jungschützenmeister,
g) dem Festausschussvorsitzenden,
h) dem Kommandanten,
i) den Beisitzern (Anzahl wird von der Mitgliederversammlung festgelegt).
Die Mitgliederversammlung kann bei Bedarf den Vorstand um weitere Ämter ergänzen. Dem Vorstand gehören als weitere geborene Mitglieder an:
j) als Präses ein kath. Geistlicher aus einer der umliegenden Pfarrgemeinden oder ein vom Vorstand vorgeschlagener anderer kath. Geistlicher,
k) der jeweils amtierende König/Kaiser.
2. Der Jungschützenmeister wird nach den näheren Bestimmungen des Statuts der Schützenjugend von den Mitgliedern der Jungschützenabteilung gewählt. Die Wahl bedarf der Bestätigung durch die Mitgliederversammlung.
3. Zum Schießmeister sollte nur gewählt werden, wer im Besitz einer gültigen Schießleiterqualifikation ist.
4. Die zu wählenden Mitglieder des Vorstandes werden auf drei Jahre gewählt. Der Vorstand bleibt bis zur Neuwahl im Amt.
5. Beim vorzeitigen Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes erfolgt eine Ersatzwahl für den Rest der Amtszeit in der nächstfolgenden Mitgliederversammlung.
6. Voraussetzung für die Wahl zu einem zum gesetzlichen Vorstand im Sinne von § 26 BGB gehörenden Vorstandsamt (wie z.B. Brudermeister, stellvertretenden Brudermeister, Kassierer, Schriftführer und Jungschützenmeister) oder einem anderen Amt mit besonderer, für die Ausrichtung der Bruderschaft im Sinne von § 2 inhaltlicher Verantwortung, ist die Mitgliedschaft der betreffenden Person in einer christlichen Kirche. Die weiteren mit Vorstands-, Beirats- oder Leitungsfunktionen betrauten Personen sollen ebenfalls Mitglied einer christlichen Kirche sein.


§ 13 Gesetzlicher Vorstand
1. Der Brudermeister, der stellvertretende Brudermeister und der Kassierer bilden den gesetzlichen Vorstand im Sinne des § 26 BGB.
2. Je zwei Mitglieder des gesetzlichen Vorstandes sind befugt, die Schützenbruderschaft gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten.
3. Rechtsverbindliche Erklärungen der Schützenbruderschaft werden von je zwei Mitgliedern des gesetzlichen Vorstandes abgegeben.
4. Der gesetzliche Vorstand entscheidet über die Aufnahme neuer Mitglieder.
§ 14 Aufgaben des Vorstandes
1. Aufgaben des Vorstandes sind:
a) Führung der laufenden Geschäfte,
b) Rechnungslegung über das abgelaufene Geschäftsjahr,
c) Erstattung der Tätigkeitsberichte,
d) Beantragung des Ausschlusses eines Mitgliedes beim Ehrengericht.
2. Wahl der Delegierten für Organe des Bundes der Historischen Deutschen Schützen-bruderschaften und seiner Untergliederungen, soweit die Vertretung nicht durch den Brudermeister oder seinen Stellvertreter erfolgt.
3. Die Vorstandssitzungen werden vom Brudermeister, im Falle seiner Verhinderung vom stellvertretenden Brudermeister einberufen und geleitet.
4. Die Beschlüsse sind in einem Protokoll einzutragen und vom Brudermeister oder seinem Stellvertreter und dem Schriftführer zu unterzeichnen.


§ 15 Beschreibung der Aufgaben
1. Der Brudermeister ist der Repräsentant der Schützenbruderschaft. Er beruft und leitet die Sitzungen des Vorstandes und die Mitgliederversammlungen. Er vertritt die Bruderschaft in den Gremien des Bundes und seiner Untergliederungen.
2. Der stellvertretende Brudermeister vertritt den Brudermeister im Falle seiner Verhinderung.
3. Der Kassierer ist für das Finanzwesen der Schützenbruderschaft verantwortlich. Er hat alle Einnahmen und Ausgaben mit der Sorgfalt des ordentlichen Kaufmanns aufzuzeichnen und die Belege zu verwahren. Er hat den Jahresabschluss zu erstellen und Rechnung zu legen.
4. Dem Schriftführer obliegt das Schriftwesen der Schützenbruderschaft. Er fertigt die Protokolle über die Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen. Die Anträge und Beschlüsse sind in den Protokollen einzutragen.
5. Der Schießmeister organisiert das Brauchtumsschießen und das sportliche Schießen der Schützenbruderschaft und trägt hierfür - unbeschadet der Verantwortung des gesetzlichen Vorstandes - die gesetzliche Verantwortung. Ihm obliegen Pflege und sorgfältige Verwahrung der Schusswaffen (unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen). Er trägt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Durchführung des Schießsports.

6. Der Jungschützenmeister organisiert und führt die Jungschützen der Schützen-bruderschaft. Er trägt hier die Verantwortung und vertritt deren Interessen im Vorstand und in der Mitgliederversammlung.
7. Der Kommandant organisiert und leitet die Aufzüge der Schützenbruderschaft in der Öffentlichkeit.
8. Der Festausschussvorsitzende organisiert federführend mit dem von ihm zusammen-gestellten Team und mit dem Vorstand die Veranstaltungen der Bruderschaft.
9. Der Präses wahrt die geistlichen, kirchlichen und kulturellen Aufgaben der Schützenbruderschaft.


§ 16 Erweiterter Vorstand
1. Der erweiterte Vorstand besteht aus:
a) dem Vorstand
b) den Offizieren des Offizierscorps
c) den Kommandeuren der Formationen (jeweils 2-3 Personen)
d) den Gruppenleitungen (2 Personen)
e) den Abgeordneten des Festausschusses (2-3 Personen)
2. Bei Bedarf kann der erweiterte Vorstand durch die Mitgliederversammlung um weitere Positionen ergänzt werden.
3. Positionen des erweiterten Vorstandes können in Personalunion von Mitgliedern des Vorstandes besetzt werden.


§ 17 Aufgaben des erweiterten Vorstandes
1. Der erweiterte Vorstand genehmigt die durch den Vorstand gestellten Anträge für außerordentliche Investitionen der Bruderschaft. Bei Nichtgenehmigung durch den erweiterten Vorstand kann eine Mitgliederversammlung die Entscheidung des erweiterten Vorstandes außer Kraft setzen.
2. Der erweiterte Vorstand unterstützt den Vorstand in seiner Arbeit.


§ 18 Vergütungen für die Vereinstätigkeit
1. Die Vereins- und Organämter werden grundsätzlich ehrenamtlich ausgeübt.
2. Im Übrigen haben die Mitglieder einen Aufwendungsersatzanspruch nach § 670 BGB für notwendige und angemessene Aufwendungen, die ihnen durch die Tätigkeit für den Verein entstanden sind. Aufwendungen sind im Vorfeld beim gesetzlichen Vorstand zu beantragen. Ausnahmen hierzu regelt der Vorstand.
3. Der Anspruch auf Aufwendungsersatz kann nur bis 4 Wochen vor der Jahreshauptversammlung geltend gemacht werden. Über Ausnahmen entscheidet der Kassierer. Erstattungen werden nur gewährt, wenn die Aufwendungen mit Belegen und Aufstellungen, die prüffähig sein müssen, nachgewiesen werden.
4. Weitere Einzelheiten regelt die Finanzordnung des Vereins, die vom erweiterten Vorstand erlassen und geändert wird.


§ 19 Kassenprüfer
Die von der Mitgliederversammlung zu wählenden zwei Kassenprüfer prüfen die Führung der Kassenbücher und Belege, die Bestände und Vermögensanlagen. Sie erstatten zur Jahresrechnungslegung den Prüfbericht. Jedes Jahr ist ein Kassenprüfer für zwei Jahre zu wählen. Eine direkt anschließende Wiederwahl ist nicht zulässig. Mitglieder des Vorstandes können nicht Kassenprüfer sein. Sollte ein Kassenprüfer in den Vorstand gewählt werden, so ist für die restliche Amtszeit ein Ersatzkassenprüfer zu wählen.


§ 20 Festveranstaltungen
Die Schützenbruderschaft feiert jährlich im Rahmen des Landesbezirks Münster das Patronatsfest des heiligen Sebastian. Das Schützenfest wird als öffentliche Veranstaltung, wie es alter Brauch ist, gefeiert. Über weitere Veranstaltungen beschließt die Mitgliederversammlung.

§ 21 Kirchliche Veranstaltungen
1. Die Schützenbruderschaft beteiligt sich am kirchlichen und religiösen Leben. Insbesondere nimmt die Schützenbruderschaft in Tracht und mit Fahnen an den Pfarrprozessionen in Müssingen teil.
2. Die Schützenbruderschaft lässt bei jedem Schützenfest eine heilige Messe für die lebenden und verstorbenen Mitglieder feiern.


§ 22 Schützenbrauchtum
Die Schützenbruderschaft pflegt das seit vielen Jahrhunderten von den historischen Schützenbruderschaften geübte Schießspiel, das Vogelschießen, desgleichen das Fahnenschwenken.


§ 23 Sportschießen
Die Schützenbruderschaft pflegt und fördert das sportliche Schießen nach den Bestimmungen der Sportordnung des Bundes. Die Schützenbruderschaft gewährt dem Bund in Erfüllung seiner Verpflichtungen als anerkannter Schießsportverband alle erforderlichen Auskunfts- und Weisungsrechte.


§ 24 Sozialverpflichtung der Schützenbruderschaft
Die Schützenbruderschaft schützt seine Mitglieder durch den Abschluss einer Haftpflicht- und Unfallversicherung, die das einzelne Mitglied ausschließlich im Rahmen seiner Vereinstätigkeit schützt.
Die Mitglieder sollen am Begräbnis eines Schützenbruders unter Mitführung der Bruderschafts-fahne teilnehmen.


§ 25 Kunst und Kultur
Die Schützenbruderschaft pflegt die christliche und geschichtliche Kultur der Heimat. Der Vorstand hat darüber zu wachen, dass die alten Besitztümer der Schützenbruderschaft, vor allem die, die Kunstwert oder sonstigen historischen Wert haben, wie Königssilber, Urkunden und Protokollbücher, katalogisiert, sorgfältig und sicher verwahrt werden.


§ 26 Geschäftsordnung
Die Schützenbruderschaft kann sich eine Geschäftsordnung geben. Diese wird von der Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit beschlossen.


§ 27 Ehrengericht
1. Streitigkeiten zwischen Mitgliedern und der Schützenbruderschaft bzw. zwischen Mitgliedern untereinander, sollen vom Vorstand geschlichtet werden. Falls dies nicht möglich ist, ist das Ehrengericht der Bruderschaft einzuschalten. Das Ehrengericht besteht aus drei von der Mitgliederversammlung im Rahmen der Vorstandswahlen gewählten Mitgliedern. Das Ehrengericht bestimmt untereinander einen Obmann. Die anderen Mitglieder des Ehrengerichts sind Beisitzer. Bei Ausscheiden eines Mitgliedes aus dem Ehrengericht wählt die Mitgliederversammlung für den Rest der Wahlperiode ein neues Mitglied für das Ehrengericht. Das Ehrengericht entscheidet in den in dieser Satzung bestimmten Fällen nach der Schiedsgerichtsordnung des Bundes.
2. Das Ehrengericht kann Mitglieder aus der Bruderschaft ausschließen.


§28 Schiedsgericht
1. Jedes einzelne Mitglied hat das Recht, sich direkt an das Schiedsgericht des Bundes zu wenden.
2. Die in der Anlage beigefügte Schiedsgerichtsordnung des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. ist in der Fassung vom 14.3.2010 Bestandteil der Satzung der Schützenbruderschaft und für diese und deren Mitglieder verbindlich.

§ 29 Datenschutz
1. Mit dem Beitritt eines Mitglieds nimmt der Verein Daten zum Mitglied auf. Dabei handelt es sich unter anderem um folgende Angaben: Name, Kontaktdaten, Familienstand, Beruf, Abteilung, Auszeichnungen, Bankverbindung und weitere dem Vereinszweck dienende Daten. Sonstige Informationen zu den Mitgliedern und Informationen über Nichtmitglieder werden vom Verein grundsätzlich nur verarbeitet oder genutzt, wenn sie zur Förderung des Vereinszweckes nützlich sind und keine Anhaltspunkte bestehen, dass die betroffene Person ein schutzwürdiges Interesse hat, das der Verarbeitung oder Nutzung entgegen-steht.
2. Mit dem Beitritt erklärt sich das Mitglied einverstanden, dass die im Zusammenhang mit der Mitgliedschaft benötigten personenbezogenen Daten unter Berücksichtigung der Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) bzw. der kirchlichen Datenschutzanordnung (KDO) per EDV für den Verein erhoben, verarbeitet und genutzt werden. Ohne dieses Einverständnis kann eine Mitgliedschaft nicht begründet werden.
3. Die überlassenen personenbezogenen Daten dürfen ausschließlich für Vereinszwecke verwendet werden. Hierzu zählen insbesondere die Mitgliederverwaltung, die Durchführung des Sport- und Spielbetriebes, die üblichen Veröffentlichungen von Ergebnissen in der Presse, im Internet sowie Aushänge am "Schwarzen Brett". Eine anderweitige Verarbeitung oder Nutzung (z. B. Übermittlung an Dritte) ist - mit Ausnahme der erforderlichen Weitergabe von Angaben zur namentlichen Mitgliedermeldung an den Bund und zur Erlangung von Startberechtigungen an entsprechende Verbände - nicht zulässig.
4. Als Mitglied des Bundes der Historischen Schützenbruderschaften (BHDS) ist der Verein verpflichtet, seine Mitglieder an den BHDS und seine Regionalverbände zu melden. Übermittelt werden dabei Name, Vorname, Geburtsdatum, Eintrittsdatum, Austrittsdatum und Vereinsmitgliedsnummer (sonstige Daten); bei Mitgliedern mit besonderen Aufgaben (z.B. Vorstandsmitglieder) die vollständige Adresse mit Telefonnummer, E-Mail-Adresse sowie der Bezeichnung ihrer Funktion im Verein. Die namentliche Mitgliedermeldung erfolgt über ein internetgestütztes Programmsystem. Soweit waffenrechtliche bzw. schieß-sportliche Belange es durch Gesetz oder Rechtsverordnung erfordern, wird dem BHDS als anerkannter Schießsportverband im Sinne von § 15 WaffG gestattet, personenbezogene Daten über das internetgestützte Programmsystem zu verarbeiten, zu nutzen und an das Bundesverwaltungsamt weiterzuleiten.
5. Das einzelne Mitglied kann jederzeit gegenüber dem Vorstand Einwände gegen die Veröffentlichung seiner personenbezogenen Daten auf der Bruderschafts- Homepage erheben bzw. seine erteilte Einwilligung in die Veröffentlichung widerrufen. Im Falle eines Einwandes bzw. Widerrufs unterbleiben weitere Veröffentlichungen zu seiner Person. Personenbezogene Daten des widerrufenden Mitglieds werden von der Homepage des Vereins entfernt.
6. Mit dem Beitritt erklärt sich das Mitglied ebenfalls einverstanden, dass Fotos von Veranstaltungen der Bruderschaft, auf denen das Mitglied abgebildet ist, im Rahmen von Veröffentlichungen der Bruderschaft, z.B. auf der Homepage oder in Festschriften veröffentlicht werden. Jedes Mitglied hat das Recht, der Veröffentlichung zu widersprechen, es sei denn, die Veröffentlichung wäre nach § 23 des Gesetzes betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie auch ohne Zustimmung zulässig.


§ 30 Satzungsänderung
1. Zur Änderung der Satzung oder zur Auflösung der Schützenbruderschaft ist eine Mehrheit von 3/4 der abgegebenen Stimmen erforderlich.
2. Die Satzungsänderung ist in der Einladung als eigener Tagesordnungspunkt anzukündigen.
3. Alle Satzungsänderungen bedürfen der Zustimmung des Bundes gemäß dessen Statut.

§ 31 Auflösung der Schützenbruderschaft
1. Im Falle der Auflösung der Körperschaft oder bei Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke fällt das vorhandene Vermögen mit Ausnahme der historischen Traditionsgegenstände an die kath. Pfarrei Ss. Bartholomäus und Johannes d. T. Warendorf oder deren Rechts-nachfolgerin, die es ausschließlich und unmittelbar für kirchlichen, mildtätigen und gemein-nützigen Zweck zu verwenden hat.
2. Die historischen Traditionsgegenstände wie Fahnen, Königsketten, Urkunden und Bücher als erhaltenswerte Kulturgüter sollen an einen gemeinnützigen Verein vor Ort, die Stadt Warendorf oder den Kreis Warendorf übergeben werden. Die Nutzung der Gegenstände ist dann nur für steuerbegünstigte kulturelle Zwecke im Sinne dieser Satzung möglich. Ist kein Verein oder öffentliche Trägerschaft zur Übernahme bereit, so fallen diese an den Bund, der diese Gegenstände zur Erfüllung seiner eigenen Aufgaben ausschließlich und un-mittelbar für steuerbegünstigte kulturelle Zwecke im Sinne dieser Satzung zu verwenden hat.
3. Bei Wiedererrichtung und Anerkennung einer neuen gemeinnützigen Schützenbruderschaft in Warendorf, Einen-Müssingen mit gleicher Zielrichtung im Sinne dieser Satzung könnten die historischen Traditionsgegenstände nach sorgfältiger, vorheriger Prüfung dieser neuen Vereinigung übergeben werden.


§ 32 Inkrafttreten
Diese Satzung wurde auf der Mitgliederversammlung am 31.10.2019 beschlossen und tritt mit Eintragung ins Vereinsregister in Kraft. Alle vorangegangenen Satzungen verlieren damit ihre Gültigkeit.


Unterschriften 1

Unterschriften 1

Unterschriften 2

Unterschriften 2
Anlage 1
Beschluss der Bundesvertreterversammlung vom 12. März 2017:
Aus der Kirche ausgetretene Getaufte oder Nichtchristen (auch Mitglieder anderer Religions-gemeinschaften) können nach eingehender Prüfung im Rahmen einer Einzelfallentscheidung in eine Bruderschaft aufgenommen werden. Voraussetzung dafür ist, dass sich die Bewerber um die Mitgliedschaft zu den christlichen Zielen des Bundes der Historischen Deutschen Schützen-bruderschaften bekennen und ihr Bekenntnis glaubhaft machen. Die Einzelfallprüfung setzt ein offenes und ehrliches Aufnahmegespräch voraus, in das möglichst auch der Präses oder ein geistlicher Begleiter der Bruderschaft einbezogen wird. Führt die Einzelfallentscheidung zur Aufnahme in die Bruderschaft, ist die Mitgliedschaft mit allen Rechten und Pflichten gegeben. Das bezieht die Möglichkeit mit ein, auf allen Ebenen des Bundes die Königswürde zu erringen. Einschränkungen bestehen allerdings für Ämter mit besonderer, auch inhaltlicher Verantwortung (gesetzlicher Vorstand gem. § 26 BGB einer Bruderschaft sowie alle Vorstandsämter auf Bezirks-, Diözesan- und Bundes-ebene). Hier ist die Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche Grundvoraussetzung.


Anlage 2

Schiedsgerichtsordnung des Bundes der Historischen Deutschen
Schützenbruderschaften e.V. vom 14.03.2010
https://schuetzen.erzbistum-koeln.de/export/sites/schuetzen/Service/service_regelwerke/Schiedsgerichtsordnung.pdf

Schiedsgerichtsordnung 1

Schiedsgerichtsordnung 1

 

Schiedsgerichtsordnung 2

Schiedsgerichtsordnung 2


Schützenbruderschaften e.V. vom 14.03.2010
https://schuetzen.erzbistum-koeln.de/export/sites/schuetzen/Service/service_regelwerke/Schiedsgerichtsordnung.pdf